Wie MousePlayer funktioniert

Ein verständlicher Leitfaden zu unserer Tracking-Architektur, der Handhabung von Bildschirmauflösungen und technischen Grenzen.

1. Warum wir keine klassischen Videos aufzeichnen

Ein häufiger Irrtum ist, dass visuelle Analysewerkzeuge echte Videodateien (wie MP4 oder WebM) vom Bildschirm eines Besuchers aufzeichnen. Dies würde enorme Datenmengen verbrauchen, Ihre Website drastisch verlangsamen und unscharfe, unleserliche Schriften erzeugen.

Stattdessen setzt MousePlayer auf eine hochmoderne, ressourcenschonende Technologie: DOM-Snapshot-Telemetrie. So funktioniert das Prinzip:

Der Struktur-Bauplan

Wenn ein Besucher Ihre Seite öffnet, erstellt unser Skript einen leichten, textbasierten „Bauplan“ Ihrer HTML-Struktur und CSS-Stile. Es erfasst den genauen Aufbau, ohne Bild- oder Videodateien Ihrer Seite zu kopieren; Bilder lädt der Player beim Abspielen von ihrer ursprünglichen Adresse. Ausnahme sind Canvas-Elemente, deren Inhalt als Bild übertragen wird (siehe unten).

Koordinaten-Stream

Während der Nutzer navigiert, speichern wir einen Strom von Ereignissen: Mauspositionen, Scrolltiefe, Klickziele und Fensteränderungen, dazu die Änderungen an der Seite selbst und, je nach Einstellung, Konsolenmeldungen, fehlgeschlagene oder langsame Anfragen und Ladezeitmessungen (Web Vitals). Bewegungen und Klicks sind klein; Seitenabbilder und Seitenänderungen können je nach Seite deutlich größer sein und werden komprimiert übertragen.

Der Theater-Player

Wenn Sie eine Sitzung in Ihrem Dashboard ansehen, baut unser Player die Seite anhand des Bauplans nach und bewegt einen virtuellen Cursor in Echtzeit darüber, wodurch Schriften gestochen scharf bleiben.

Auf Leichtigkeit gebaut: Das Skript lädt asynchron und überträgt kleine Zahlenpakete statt Video, wodurch sein eigener Fußabdruck klein bleibt. Was das für Ihre Core Web Vitals bedeutet, hängt von Ihren Seiten, Ihrem Hosting und dem Netz Ihres Besuchers ab – messen Sie es deshalb auf Ihrer eigenen Website, statt eine Zahl von uns zu übernehmen. Eine bestimmte Ladezeit wird nicht zugesichert; siehe Ziffer 20 der Nutzungsbedingungen.

2. Bildschirmauflösungen & mobile Endgeräte

Nutzer greifen heute mit verschiedensten Geräten auf Websites zu – vom kompakten Smartphone bis zum ultrabreiten 4K-Monitor. Moderne Websites passen ihr Layout automatisch an verschiedene Bildschirmbreiten an (Responsive Web Design).

Wie wir den exakten Viewport des Besuchers abbilden

Damit eine Wiedergabe nicht verzerrt aussieht, protokolliert MousePlayer die exakten Abmessungen des sichtbaren Bereichs (z. B. 390x844 bei einem Smartphone oder 1920x1080 bei einem Desktop-Monitor). Unser Theatre-Player erstellt beim Abspielen einen skalierten Rahmen, der das exakte Seitenverhältnis des originalen Bildschirms widerspiegelt.

Desktop- & Laptop-Bildschirme

Auf klassischen Computern erfassen wir flüssige Mausbewegungen und die Navigation über mehrere Tabs innerhalb derselben Browsersitzung. Menüs, die sich beim Darüberfahren öffnen, erscheinen in der Wiedergabe, wenn die Seite dabei ihr Dokument verändert; ein reiner CSS-Hover-Effekt ist im Dokument nicht sichtbar und wird in der Wiedergabe nicht nachgebildet.

Smartphones & Tablets

Touchscreens verfügen über keinen schwebenden Mauszeiger. MousePlayer passt sich automatisch an, indem Tippgesten (Taps), Wisch-Scrolldaten und Ausrichtungswechsel (Hoch- vs. Querformat) präzise aufgezeichnet werden.

Die Herausforderung von Fensteränderungen während der Sitzung

Dreht ein Nutzer sein Tablet oder ändert er die Größe seines Browserfensters mitten in der Sitzung, verschiebt sich das Layout der Website dynamisch. MousePlayer registriert diese Größenänderungen und passt den Wiedergabebereich nahtlos in Echtzeit an, damit der Kontext der Interaktion erhalten bleibt.

3. Systemgrenzen & technische Rahmenbedingungen

Um den Datenschutz zu wahren, die Browsersicherheit zu respektieren und eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit zu erreichen, agiert MousePlayer innerhalb klar definierter technischer Grenzen:

Systemgrenze Wie MousePlayer damit umgeht
iFrames iFrames derselben Herkunft wie Ihre Seite werden samt Inhalt und der Bedienung darin aufgezeichnet. Eingebettete Inhalte anderer Herkunft (z. B. YouTube-Player, Stripe-Zahlungsformulare) können wegen der Sicherheitsrichtlinien der Browser (Same-Origin-Policy) nicht von innen aufgezeichnet werden; sie erscheinen in der Wiedergabe als Platzhalter und werden dort nicht geladen.
Sensible Eingabefelder (PII) Kennwort- und Zahlungsfelder werden auf jeder Maskierungsstufe direkt auf dem Gerät des Besuchers maskiert; die vollständige Maskierung aller Formulareingaben ist die Voreinstellung jedes Projekts. Sie sehen, dass getippt wurde, nicht was. Zwei Grenzen gelten: die beiden schwächeren Stufen schalten wir nur nach schriftlicher Freigabe frei, und die Maskierung reicht nie in das hinein, was Ihre Seite selbst in das Dokument ausgibt – eine Bestätigungsseite mit einer Anschrift ist Teil des Abbilds. Beides steht im AVV.
Canvas- & WebGL-Elemente Der Inhalt eines Canvas wird als Bild aufgezeichnet: einmal mit dem Seitenabbild und danach erneut, sobald er sich ändert, höchstens etwa einmal je Sekunde und mit begrenzter Größe. Flüssige Animationen erscheinen deshalb als Folge von Einzelbildern. In maskierten Bereichen und bei Canvas-Elementen mit Bildern fremder Herkunft wird kein Bild übertragen; WebGL-Inhalte können leer bleiben.
Webkomponenten (Shadow DOM) Offene Shadow Roots werden samt ihrem Inhalt aufgezeichnet. Geschlossene Shadow Roots sind für Skripte unzugänglich; ihr Inhalt fehlt in der Wiedergabe.
Übertragung & Speicher im Browser Die Daten gehen über eine verschlüsselte WebSocket-Verbindung (HTTPS/WSS). Kommt sie nicht zustande, etwa wegen eines Proxys, weicht das Skript auf einen verschlüsselten HTTP-Weg aus; sehr große Seitenabbilder werden gesondert per HTTPS hochgeladen. MousePlayer setzt keine Cookies; es nutzt den lokalen Speicher und den Sitzungsspeicher des Browsers auf Ihrer Seite.
Inaktive Phasen (AFK-Zeiten) Wenn ein Besucher einen Tab geöffnet lässt und den Arbeitsplatz für 20 Minuten verlässt, erkennt unsere Engine die Inaktivität und komprimiert diese Pause bei der Wiedergabe automatisch.